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  BILDER- Lokomotiven -  Deutsche Bundesbahn        Br139  Höllental Lok        

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   Einheits-Elektrolokomotiven Achsfolge B0´ B0´ Baureihe 139 Wechselstrom 15kV 16 2/3 Hz

  
 Deutsche Bundesbahn DB beschafft ab 1959-65

 
Freiburg HBF
© Klaus Wedde

Lokomotiven die in Freiburg stationiert waren:

139-131    bis   139-563                   31 Stück

 
Achsen Anzahl 4
Motoren Anzahl / Typ   4, je Achse 1 Motor    B0´B0´
Leistung    3700 kW
Gewicht      86 T
Länge über Puffer (LüP)  16490 mm
Höchstgeschwindigkeit   110 km/h
Hersteller Mechanik  Lokomotivfabrik Henschel&Sohn Kassel / Krauss Maffei München
Hersteller Elektrik  Siemens / AEG / BBC Mannheim
Aus der Geschichte

Beschaffung:

 

 


Die Geschichte der E40-11 oder Br 139 beginnt mit dem Einheits- Lok-Programm der DB nach dem Krieg. Dieses Programm beinhaltete die uns so vertrauten Maschinen wie BR 141, 140, 150 und 110.

Eine Splittergattung der Güterzuglok BR 140 war die 139ger. Anfangs noch als E40-11 bezeichnet, wurde bei der Nummerumstellung 1969 daraus die Baureihe 139.

Das Nummersystem verrät uns, dass es sich bei der 139ger eigentlich um eine E40 (140) handelt, die zusätzlich noch eine elektrische Widerstandsbremse besitzt. Genau wie bei der E44 (BR145).

Für die Steilstrecke im Höllental bedarf es einer Zusatzbremse (Widerstandsbremse) wegen der enormen Steigung.
Also waren die 139ger geradezu ideal für die Strecke. Ferner sollte langfristig ein Nachfolgelok für die in die Jahre gekommenen E44ger in Freiburg beschafft werden.

Die BR 139 tauchte zum ersten mal Mitte- Ende der Siebziger Jahre in Freiburg auf und ersetzte nach und nach die BR 145 (E44).

Ab 1979 waren dann die Maschinen der BR 139 die alleinigen Herrscher auf der Höllentalbahn. Allein? Nicht ganz, 1-2 mal am Tag verirrte sich auch mal eine 110 ins Höllental, mit den Eilzügen und später mit dem Interregio nach Seebrugg.

                                                 Lokomotiven der Höllentalbahn

139 131   139 133   139 134   139 135   139 136
       


D
ie Farbvarianten

Die BR 139 musste einige Farblaunen der DB Manager über sich ergehen lassen.

Alle Bilder  © Klaus Wedde, Andreas Huber, Elektrolok.de


1. Grün
wie alle Güterzugloks

2. Ozeanblau/Beige
DB Einheitsschema der siebziger Jahre

3. Himbeerrot mit Latz
ab 1987; Heinz Dürr Epoche.

4. Verkehrsrot mit Binde
DB AG ab 1994

 
139 137   139 142   139 154   139 212   139 309
       
139 310   139 311   139 312   139 313   139 314

       
139 315   139 316   139 329   139 552   139 557

       
139 558   139 562            

             
Aus der Geschichte

Das Ende:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider wurde die DB nach der Wiedervereinigung mit den DDR Schrottkisten der BR 143 überschüttet. Das bedeutete an manchen DB Standorten das Ende für die so unverwüstlichen Arbeitstiere der Einheitsbauart. Viele 141ger und 139ger verloren ihren Dienst an die BR 143.

So auch in Freiburg, als 1993 sich langsam der DDR-Virus 143 breitmachte.

Nach und nach wanderten die schönen Maschinen in andere BW´s ab. Tot sind die 139ger trotzdem noch lange nicht.
Ja sogar in Freiburg sind sie am Freitag mit der Zugleistung: Nürnberg-RBF - Haltingen - Mannheim zu sehen.

Die Freiburger 139ger wanderten zuerst ins BW München West, später nach Nürnberg RBF ab. Sie arbeiten dort auch heute noch als Güterzugmaschinen, u.a. auch bei der rollenden Landstraße, sowie auf der Strecke nach Österreich

Zwei Maschinen wurde an die private DB-Tochter Lokomotion verkauft. Diese ist heute in ganz Deutschland in blau/weißer Farbgebung anzutreffen.

1996 waren die Letzten Maschinen in Freiburg:
139 136-6
139 312-3
139 313-1
139 314-9
139 315-6
139 316-4
Alle waren beim Bw Mannheim stationiert und in Freiburg bis zum Fahrplanwechsel Sommer 1996 im Einsatz.

Eines wird leider für immer Geschichte Bleiben, ein Zug mit einer 139 und Silberlingen im Höllental.


Für immer Vorbei !!    139ger Stelldichein in Freiburg HBF ©1992 Hape Schlatterer

Vielen Dank für die Informationen an Thomas Fritsche.

Fachbegriffe:

Netzstrom:     Strom der in Überlandleitungen mit einer Frequenz von 50 Herz.

Bahnstrom:   Strom der Eisenbahn mit einer Frequenz von 16 2/3 Herz. Die DB besitzt eigene Kraftwerke und Netzte für
                       diesen Typ. Auch die Schweiz, Österreich und Schweden fahren mit diesem Strom.
                       Der Grund dafür war, bei der Einführung der Elektrischen Eisenbahn, hatten die Motoren der Loks mit 50 Herz
                       nicht so eine große Leistung wie mit 162/3 Herz.
                       Heute im Zeitalter der Elektronik ist dies jedoch kein Problem mehr.

Widerstandsbremse: Zusätzliches Bremssystem für Steilstrecken. Aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben.
                                     Der bei Talfahrt entstehende Strom (Generatorwirkung der Motoren) wird in Widerständen in Wärme
                                     umgewandelt.

Nutzbremse:               Zusätzliches Bremssystem für Steilstrecken. Aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben.
                                     Der bei Talfahrt entstehende Strom (Generatorwirkung der Motoren) wird wieder in die Oberleitung
                                     eingespeist und steht anderen Lokomotiven zur Verfügung.

Drehstrom:                 3Phasen Strom 3 Leiter 1 Rückleiter. Pulsierend

Wechselstrom:          1Phasen Strom 1 Leiter 1 Rückleiter. Pulsierend

Gleichstrom:              Strom mit Festgelegten Polen Leiter Pluspol, Rückleiter Minuspol

Komutator:                 Stromüberträger auf den Rotor eines Elektromotors.

Induktion:                    Die Übertragung des Magnetischen Feldes ohne Berührung (Kabel Metall, etc.)

 

 

 Email an den Webmaster  Updated: 15. Januar 2011