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GESCHICHTE DER
FREIBURGER OMNIBUSSE
ab
1925
Eine Kurzversion von Florian Fuss
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1.Etappe
Vom ersten Kurbelbus bis zum 2.Weltkrieg
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Nachdem sich das eingemeindete
Dorf Betzenhausen bereits Jahre vorher vergeblich um eine Straßenbahnlinie
bemüht hatte, wurde im Jahre 1925 schließlich von der Städtischen
Straßenbahn Freiburg aus Kostengründen eine Omnibuslinie eröffnet.
Die ersten 2 Kraftomnibusse erschienen noch im selben Jahr und wurden das
erste Mal am 27. September auf der Linie Hohenzollernplatz- Betzenhausen
eingesetzt.
Die ersten eingesetzten Fahrzeuge kamen vom Hersteller MAN und wurden als
,Niederrahmen-Omnibusse' bezeichnet. Sie verfügten über einen Benzinmotor
mit Kurbel, der sich separat an der Front befand (deshalb auch die
Bezeichnung "Schnauzenbus") und wurden bereits hier im heute noch üblichen
rot/weiß lackiert. Man beschaffte gleich 2 Exemplare, da diese neue Art des
Transportgefäßes noch nicht sehr erprobt und damit sehr unzuverlässig war,
denn eigentlich war nur ein Fahrzeug im Einsatz.
Mit neuen Linieneröffnungen 1928 folgten dann 3 weitere Busse im
Bunde. Diese hatten allerdings einen Sechszylinder-Dieselmotor und kamen von
Daimler-Benz.
Der Omnibus mit der Betriebsnummer 5 hatte in Freiburg den längsten Einsatz
überhaupt. Er fuhr von 1928 bis 1952 auf Freiburgs Straßen.
8 Jahre später, 1936 ,wurden wiederum 3 Fahrzeuge nachbeschafft. 2 von MAN,
einer von Magirus-Deutz.
Als gegen Ende 1936 die ersten
beiden KOM aus Freiburg verschwanden, entschieden sich die Freiburger
Stadtwerke zur Umrüstung der 3 restlichen Benzinmotoren zu Dieselmotoren.
1939 wurden die
Schnauzenbusse durch die 1.Weiterentwicklung abgelöst. Die Firma
Daimler-Benz lieferte die ersten 3 Fahrzeuge in "Trambusbauart".
Alle Folgefahrzeuge erhielten einen cremefarbenen Anstrich. Die Trambusse
hatten ihren Motor entweder im Fahrgastraum neben dem Fahrer oder im
Unterboden (kam allerdings erst später auf.) Führend in der Produktion war
die Firma Büssing.Der
plötzliche Ausbruch des 2.Weltkrieges traf den kompletten Fahrzeugbestand
der ,Freiburger Straßenbahn ' (damaliger Betriebsname) hart. Im kompletten
Busbetrieb herrschte Reifen- und Treibstoffmangel. Einige Fahrzeuge wurden
von der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt oder zu Kriegszwecken umgerüstet.
Die meisten der noch übrig gebliebenen Fahrzeuge wurden zum Gasbetrieb
umgebaut.
Um dem Fahrgastandrang dennoch gerecht zu werden, beschaffte man
Omnibusanhänger. Dies bot ausreichend Platz ohne weiteren Kraftstoff zu
benötigen. Dies kam bis zum Kriegsende gerade recht. Lieferant war die Firma
Kässbohrer aus Ulm (heute: Setra), die 3 Omnibushänger 1943 an
Freiburg lieferte.
In den gleichen Jahren entschied sich die Freiburger Straßenbahn zum Kauf
von weiteren
Trambussen der Firma Büssing. Dieser
Fabrikant wurde bis Mitte der 60er Jahre Hauptlieferant für die Freiburger
Omnibusse.
Die einzige Ausnahme boten die Fahrzeuge 11 und 12 der Firma Krauß-Maffei,
die die ersten Fahrzeuge mit Otto-Motor waren. Sie wurden 1948
beschafft und hatten bis dahin die höchste Geschwindigkeit von 80 km/h. |
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2.Etappe
Erste Gelenkzüge sowie viele neue Großanschaffungen |
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1949 fertigte die Firma Büssing nochmals 4 klassische
Trambusse
mit Unterflurmotor an (Typ 5000 TU). Da der Sprit in der Nachkriegszeit
immer noch Mangelware war, musste neuer Fahrgastraum im Busbetrieb her. 1949
und 1950 stellte dann die Firma Rathgeber 4 Omnibusanhänger und wiederum die
Firma Kässbohrer bis 1953 insgesamt 6 Omnibusanhänger her. (Die Firma
Rathgeber war auch der Fabrikant für einige Straßenbahnbeiwagen.) Die
Omnibuszüge durften allerdings nur eine Maximallänge von 20 Metern betragen.
Bereits am 1.Juli 1960 wurde ein generelles Verbot für den Anhänger-Betrieb
im Omnibusbereich festgelegt. Sämtliche Anhänger wurden daraufhin
ausgemustert, verschrottet oder verkauft.
In den 50er Jahren lieferte die Firma Büssing sämtliche Kraftomnibusse, 12
an der Zahl, allesamt von Trambusbauart. Einige wenige dieser Baureihen
wurden nach der Ausmusterung umgebaut und als
Arbeitsfahrzeuge weiterverwendet. (z.B. Büssing Nr.23 als
Pannenhilfsfahrzeug).
Die Schnauzenbusse verschwanden in dieses Jahren komplett aus dem Fuhrpark.
Durch mehrmalige
Umnummerierung im Bussystem , z.B. im Jahre 1944 , erreichten die
Wagennummern bis 1952 immer nur maximal die Höhe von 22.
Im April 1955
umfasste das Busnetz 5 Linien, für die 19 Motorfahrzeuge sowie bis dahin
noch 13 Anhänger zur Verfügung standen. Mit der Fahrzeugbeschaffung ging es
1961 weiter.
Die Firma Büssing
lieferte die Weiterentwicklung des Typs TU5, den Senator mit insgesamt 18
Exemplaren bis zur Betriebsnummer 51.

Büssing
Senator Nr.36 am Siegesdenkmal
Bild: Andreas Huber
Die Buslinien hatten damals
noch Buchstaben, bis dahin gab es also die Buslinien A,B,C,D und E.
Seit dem Anhängerverbot von 1960 standen die Stadtwerke Freiburg vor
einem Problem. Die Fahrgastzahlen stiegen immer weiter und die
Omnibusse, die bis dahin eine Maximallänge von 12 Meter betrugen,
konnten dem Andrang nicht mehr gerecht werden. Es musste unbedingt eine
Alternative her. In dieser Zeit testete man mehrere Großfahrzeuge, wie
einen Anderthalbdecker, einen Kässbohrer-Gelenkbus und einen Büssing
Doppeldecker aus Mönchengladbach
(-> Zeitungsartikel dazu
unter Downloads)
Zur Überbrückung baute die Firma Daimler-Benz
1962
12 Omnibusse des Typs O.322 für Freiburg. Diese Fahrzeuge erwiesen sich
aber ziemlich schnell als zu klein für Freiburger Linien, 6 Fahrzeuge
wurden nur 2 Jahre später an die Firma Daimler zurückverkauft.
Also einigte sich die Städtische Straßenbahn zum Kauf von
Mittelmotorgelenkbussen. Die Wahl viel auf Daimler-Benz.
So kamen als absolute Neuheit 1964 die allerersten Gelenkzüge
nach Freiburg. Das Fahrgestell kam von der Firma Daimler-Benz, den
Aufbau fertigte die Firma Vetter aus Fellbach.
Diese Fahrzeuge waren vom Typ O.317 G mit Mittelmotor und hatten einen
Nachläufer. Die ersten 8 Fahrzeuge erhielten die Nummern 301-308.
Eingesetzt wurden diese zu Anfang auf der damaligen Linie B (Hofackerstr.-
Innenstadt- Haslach- Am Kirchacker/Am Lindenwäldle) und später auf Linie
C. Diese Busse kamen in mehreren Serien bis Anfang der 70er Jahre mit
technischen Neuerungen. Die letzten Fahrzeuge dieser Serie bekamen sogar
noch das Freiburger rot-weiß.
Auch im Standardbusbereich musste wieder ein Wechsel stattfinden, um
ältere Trambusse abzulösen. 1967 kam die nächste Lieferung von
Büssing. Der "Präfekt",
eine Weiterentwicklung des Senator, mit bloß 4 Exemplaren. Dies war für
Freiburg die letzte Lieferung der Firma Büssing, bevor sie von MAN
aufgekauft wurde.

Daimler-Benz O 317 G Nr.
306 in St.Georgen.
Bild:
Lutz Bartoschek, 1979.
Weiter ging es
1969. Die Freiburger Straßenbahn beschaffte sich als Testmodell der
VÖV-I Serie einen
Daimler-Benz O 305. Da dieses Fahrzeug
sich optimal bewährte, kamen bis 1973 insgesamt 25 Exemplare dieses Typs
nach Freiburg. Dieser Bustyp war nach dem VÖV-Standard konzipiert und
wurde nach idealen Plänen gebaut.
1974 wurden zwei weitere VÖV-I Varianten beschafft. Zum einen ein
Fabrikat der Firma MAN (SL200) sowie ein Fahrzeug der Firma
Magirus-Deutz (SH110). Diese Fahrzeuge bewährten sich allerdings nicht
und wurden bereits 8 Jahre später ausgemustert. Man beschaffte weiterhin
Daimler-Benz O 305, die nach und nach auch immer mehr Neuerungen
enthielten.
1979/80
wurde für den Betrieb der Gemeinden Kappel und Ebnet vier so genannte ,Citybusse'
(heute: Midibusse) der Firma Daimler-Benz beschafft, um den wenigen
Fahrgästen einen angepassten Raum zu bieten bzw. das Wenden an den engen
Endstellen zu ermöglichen. Diese Fahrzeuge überzeugten allerdings eher
wenig; ihr Betrieb endete nur wenige Jahre später. Eines der Fahrzeuge
fuhr trotzdem noch einige Jahre bei der Firma Rast Reisen in Hartheim.
Daimler-Benz O 305 Nr.34
Bild:
Peter Burgenmeister
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3.Etappe
Erste Schubgelenkbusse
und sogar ein
Solarbus |
Weiter ging es 1982/1983
wiederum mit einer Neuheit. Die Firma Vetter stellte für Freiburg Busse der
Gelenkbusbaureihe
16 SH (heute noch erhalten : 347 als
Päcklewagen!) her. Diese Fahrzeuge waren die ersten in Freiburg, die bereits
in der rot/weißen Lackierung geliefert wurden. Diese Gelenkbusreihe mit
Heckmotor und Mittelachsantrieb (->Schubgelenkbusse) wurde 1984 durch die
Firma Daimler-Benz durch weitere Busse des Typs
,O
305 G`' erweitert. Diese Fahrzeuge waren ebenfalls VÖV-I
Gelenkbusse, zeichneten sich allerdings durch mehr Platz aus.
Mit der Anschaffung der 'neuen' O 305-G wurden auch die letzten O 317 G
ausgemustert. Während die letzten Fahrzeuge der jüngsten Baureihe noch einen
Nachbesitzer fanden, hatten alle früher gebauten Fahrzeuge das gleiche
Schicksal:
Schrottplatz.
Glücklicherweise gab es auch zu damaligen Zeiten schon Liebhaber und
Tüftler, so daß selbst bis heute noch Fragmente der Omnibusse vorhanden
sind.
1985 kam ein Jahr, wo sich die Freiburger-Verkehrs AG über neues
Rollmaterial im Omnibusbereich Gedanken machte. Hierzu wurden von
verschiedenen Firmen probeweise Leihwägen angeschafft, die einige Zeit
liefen und so von den Mitarbeitern inspiziert wurden. Bei den Gelenkbussen
viel die Wahl auf die Firma Karl Kässbohrer in Ulm.
1987/1988 baute Kässbohrer-Setra insgesamt 16 Schubgelenkbusse des
Typs
SG 219 SL, sowie 3 Busse des Typs S 215 UL für Überlandstrecken
nach Munzingen oder Hochdorf. Bis ins 21.Jahrhundert bewährten sich die
robusten Gelenkbusse, bis sie 2003 verschwanden und neuen
Niederflurgelenkwagen Platz machten, dazu unten mehr.

Der Setra SG 219 SL Schubgelenkbus Bild: Alexander
Roth
Im Bereich der
Solobusse ging es ebenfalls 1985 weiter. Die Freiburger Verkehrs AG musste
viele alt gewordene Fahrzeuge des VÖV-I Typs O 305 ersetzen. Mittlerweile
gab es bereits das Nachfolgemodell, den VÖV-II. Die Wahl viel wieder auf
Mercedes-Benz. Bis 1986 lieferten sie 9 Standardbusse des Typs "
O 405".
Dieser Fahrzeugtyp stellte eine enorme Neuerung im Wagenpark der Freiburger
Verkehrs AG dar, da es durch den neuartigen eckigen Wagenkasten und seine
rot-weiße Lackierung große Abwechslung zum bisherigen Wagenpark bot. Die
Fahrzeuge mit den Betriebsnummern 1 und 2 erhielten einen stärkeren Motor
für den Einsatz auf der Linie 21 von Günterstal nach Horben.
Sehr entscheidend für die Busse war das Jahr 1987. Die VAG entschied
sich dafür, die Betriebsnummer mit dem Kennzeichen zu synchronisieren. Damit
wurden aus den Bussen 1-9 von Mercedes-Benz die Fahrzeuge 801-809. Die
Nummerierung der früheren Fahrzeuge, die noch erhalten waren, wurde
beibehalten. Doch die Fahrzeuge, die gekauft wurden, bekamen gleich die neue
Nummerierung. So kamen 1987 weitere technisch verbesserte Fahrzeuge des Typs
O 405 nach Freiburg, die die Betriebsnummern 813-818 erhielten.
Die neuen Busse enthielten nicht mehr das übliche Linienband im Zielfeld,
sondern eine neuartige Vollmatrixanzeige, was die Wagen wesentlicher
flexibler machte.
In diesen Jahren wurden immer mehr der älteren Daimler-Benz O 305 verkauft,
allein 10 Fahrzeuge kamen in den Folgejahren nach Ostdeutschland.
1989
startete die VAG den Versuch, es einmal anders zu versuchen: Sie beschaffte
von Kässbohrer-Setra einen
S 215 SL mit Sonnenkollektoren. Dieser fuhr
jahrelang als ,Solarbus' durch Freiburg bis er irgendwann zum Diesel-Betrieb
umgestellt wurde. (Betriebsnr. 819 ) |
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4.Etappe
Modernisierung des Wagenparks - Niederflur
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1991 und 1992
erreichte die 1.neuartige technische Errungenschaft Freiburg:
Mit den Betriebsnummern 820- 833 wurden 13
O.405 N
der Firma Mercedes-Benz beschafft, die jetzt in Niederflurbauweise
hergestellt wurden. Außerdem besaßen diese neuen Fahrzeuge 3 Türen.
In diesen Jahren verabschiedeten sich dann auch langsam die letzten O.305 ,
O.305 G sowie die 16 SH der Firma Vetter. Es wurde schnell klar, Niederflur
lag im Trend.
Die allerletzte Hochflurbestellung erfolgte 1993: Die
Schubgelenkbusbaureihe von Kässbohrer Setra wurde durch weitere 7
Schubgelenkbusse verstärkt.
Ab 1995 waren für die Freiburger Verkehrs AG mehrere derzeit größere
Bestellungen fällig. Die Kässbohrer-Setra Gelenkbusse, die bis hierhin sehr
gute Arbeit leisteten, benötigten dringend Verstärkung. Es wurde nicht lange
überlegt, es war ziemlich schnell klar: Niederflurbauweise, 4 Türen:
Die Wahl fiel wieder auf Mercedes-Benz.
Am 1.12.1995 wurden die ersten 10 Fahrzeuge der Bauserie
O 405
GN2 angemeldet. Die Fahrzeuge konnten überzeugen, sodass bis 1999 45
Busse dieser Bauart bestellt wurden. ( Betriebsnummern 925-970 ). Leider ist
ein Großteil dieser Fahrzeuge bereits ausgemustert worden.
1998/1999 wurden ebenfalls im Standardbusbereich Neuanschaffungen
gemacht. Mit den Betriebsnummern 834-841 wurden 6 O 405 N² , das Pendant zum
Gelenkbus, mit technischen Verbesserungen ( z.B. Sandstreuer oder
Rückfahrkamera ) gekauft.
Zu diesem
Zeitpunkt gab es für lange Zeit keine Änderungen mehr, da der Wagenpark nun
sehr modern und komfortabel zugleich geworden war.
Der O 405 GN² Bild:
Alexander Roth
2001 wurden dann 2
Kombibusse des Typs
S 315 NF von Setra bestellt, die sowohl im
Linien- als auch im Gelegenheits- und Ausflugsverkehr eingesetzt werden können. Diese Wagen
sind
allerdings 2-Türer.
2002 ,
als es an die Ausmusterung der Kässbohrer-Setra Hochflurgelenkbusse ging,
wurde dann die Gelenkbusflotte durch weitere Niederflurfahrzeuge
verstärkt: 4 neue Fahrzeuge vom Typ '353
NG' der Firma MAN wurden bestellt. Diese Busse haben nicht nur viel
Platz und sogar 2 Kinderwagenstellplätze, sondern auch eine sehr starke Motorisierung
von 350 PS, was auch auf Überlandstrecken einen großen Vorteil bietet. So
wurden
diese Fahrzeuge beispielsweise auf einem Schienenersatzverkehr der Bahn ins
Höllental eingesetzt und überholten so manche Regionalbusse.
Bis 2004 verließen alle Hochflurstandardbusse des Typs O.405 Freiburg, was
zur Folge hatte, das neue Fahrzeuge beschafft werden mussten:
Bis 2005 wurden insgesamt 12 Fahrzeuge des Typs
O 530
Citaro von Mercedes-Benz bestellt. Diese Fahrzeuge sind mit der
modernsten Euro-Abgasnorm und Ruspartikelfiltern ausgestattet, was einen
großen Fortschritt bedeutet. Zugleich
wurden 3 Sprinter-Midibusse für schwach frequentierte Linien angeschafft.
Besonders für NVZ auf den Linien 18 oder 19 bieten sich diese Fahrzeuge an.
Als die politischen Diskussionen
über Feinstaubbelastung und Ruspartikelfilter begannen, wurde der VAG
schlagartig bewusst, daß sie ihren Buspark verbessern mussten. So kaufte die
VAG im Eilverfahren wieder 6 Niederflurbusse vom Typ Citaro von EvoBus.
Diese technisch verbesserten Fahrzeuge enthielten eine Euro IV-Abgasnorm und
2 Türen. Damit war das Ende für alle Fahrzeuge der Euro II-Norm
gekommen. Alle Wagen der Bauserie 824-833 wurden abgemeldet und verkauft.
Einige fahren heute in Polen. (Wagen 824 wurde in Freiburg behalten, um ihn
später als Päcklewagen umzurüsten). 2007 wurden dann auch die
Fahrzeuge der Serie 834ff. mit einem Ruspartikelfilter ausgerüstet, um sie
noch emissionsärmer zu machen. Der Eröffnung neuer Stadtbahnlinien 2006
fielen viele Gelenkbusse zum Opfer. Über 20 Gelenkbusse des Typs O 405 GN2 wurden
verkauft.
Bis 2009 verschwanden über 25 der formschönen Gelenkbusse, die den neuen O
530 G (mit Euro V-Motoren) weichen mussten. Durch die neue Abgastechnologie
sind die neuen Gelenkbusse so umweltfreundlich wie nie zuvor. Durch einen
durchgängigen Niederflureinstieg ist auch das Ein- und Aussteigen, v.a. auch
für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, einfacher geworden.
Da alle Citaro Gelenkbusse in einem Einheits-Rot geliefert wurden, sind sie
für Fotografen langweilig geworden. Eine Farbenpracht und Vielfalt an
Fahrzeugwerbungen gibt es leider schon lange nicht mehr.
Heute ist der Freiburger Omnibusfuhrpark jung und modern.
Die heutige Omnibusflotte finden Sie im
Bereich "Fahrzeuglisten" |
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Fachbegriffe
VÖV I +
II-Busse:
Als "VÖV"-Busse wurden Einheitsfahrzeuge
von Linienbussen in Deutschland bezeichnet. Sie wurden von der VÖV (Verband
öffentl. Verkehrsbetriebe) entwickelt. Vorgeschrieben wurde eine Länge von
11 Metern und Heckantrieb. Mehrere deutsche Bushersteller fertigten ab 1968
solche Fahrzeuge in 2 Generationen ( I und II ) an.
Trambus
Als die ersten Omnibustypen, die
"Schnauzenbusse" ausgemustert wurden, stellten mehrere Firmen Fahrzeuge in
"Trambusbauart" her. Diese Fahrzeuge kamen z.B. 1930 von der Firma Büssing.
Der Motor befand sich meist im Fahrzeug neben dem Fahrer oder im Boden (sog.
Unterflurmotor) und nicht mehr in einer separat nach vorne herausstehenden
Einheit. Außerdem waren Trambusse Frontlenker.
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